Eine Verflossene

Mittwoch, 6. Juni 2007

3 Jahre

Ich glaube, es geschah vor ziemlich genau drei Jahren, daß sich die Wege gekreuzt haben. "Calistra" war ein schönes Pesudonym.

Sonntag, 8. Oktober 2006

Ein Ende

Wenn ich gewußt hätte, daß es für uns eine Brücke von Edo gegeben hätte, wäre ich vorbereitet gewesen. So war es ein Schock.

Samstag, 8. April 2006

Jeburtstach

Gestern hatte die Holde, die mir nun nicht mehr hold sein will, Geburtstag. Ihr Geschenk liegt noch in meinem Schrank. Fast hätte ich verdrängt, daß es da ist. Was mache ich nun damit? Einfach liegenlassen? Wegwerfen? Fällt mir bei Büchern - denn um die handelt es sich - ausgesprochen schwer. Vielleicht in den Keller? Die Spinnen da unten wollen ja auch mal was Gutes lesen.

Sonntag, 12. März 2006

Verstörung

Gestern Nachmittag erklärt mir die Holde, daß sie mir nicht mehr hold sein wird.

Ich bleibe verstört zurück!

Samstag, 4. Februar 2006

Grummeln

Schon am Donnerstag fängt alles an.
Mein Telephon läutet. Eine junge Dame mit angenehmer Stimme verkündet die schlechte Nachricht. Wegen Krankheit muß der Ringelnatz-Abend am Sonnabend im Renaissance-Theater leider abgesagt werden. Zu dem hatte mich meine Holde eingeladen. Ich mag Ringelnatz.
Jetzt sind Alternativen gefragt.
Kabarett? Ausverkauft!
„The Constant Gardener“ von John Le Carré ist mein aktueller Lesestoff. Die Verfilmung läuft gerade in den Kinos. Als ich nachschaue, wo der Film gezeigt wird, bemerke ich den „Blauen Stern“. Der ist in Pankow. Diesen Teil von Berlin möchte mir meine Holde im Frühjahr zeigen. Damit ist die Frage nach dem Kino entschieden.
Doch seit heute früh grummelt mein Magen. Als ob ich 47 hartgekochte Eier gegessen, und mit drei Litern Blubberwasser nachgespült hätte. Ich fühle mich miserabel. Und sage ab. Wohl besser so.

Dienstag, 27. Dezember 2005

Frühe Futtersuche

Wer am 26. Dezember sehr früh aufwacht, mag auch ein frühes Frühstück. Meine Holde schlägt vor, es außer Haus einzunehmen. Gegen halb Neun brechen wir mit dem Beul-Mobil auf. Die Hoffnung, in näherer Umgebung des Neuköllner Rathauses fündig zu werden, wird enttäuscht. Nicht mal die Schnell-Bratereien sind um diese Zeit des zweiten Weihnachtsfeiertages schon wach. Auch am Hermannplatz ist alles zu. Nach Kneipen, die 24 Stunden geöffnet sind, gelüstet es uns nicht. Wir wollen an diesem grauen Morgen, der uns mit feuchtem Schneefall begrüßt, nicht im Dunkeln sitzen.

Kreuzberg an so einem Tag vor zehn Uhr? Keine Chance! Also auf nach Schöneberg. Zuversichtlich steuere ich die Maaßenstraße an. Aber das Café Berio schläft noch. Und auf der Ecke gegenüber lautet die Auskunft: „Speisen erst ab 10:00.“ So lange wollen wir nicht warten.

„Mal sehen, ob die Charlottenburger früher aufstehen.“ An der Baustelle Kempinski vorbei, erreichen wir den Savigny-Platz. Gleich hinter der S-Bahn-Brücke leuchtet etwas. Parkplätze gibt es um diese Zeit in Hülle und Fülle. Ein paar Schritte und wir stehen vor dem „Brel“.

Jetzt werden wir für unsere Ausdauer entschädigt. Eine freundlich lächelnde Kellnerin nimmt unsere Bestellung auf. Wir sind begeistert: Schöner heißer Milchkaffee, ein gelungenes Omelett und Jaques Brel als Untermalung.

Während unseres kleinen Mahls bleiben wir die einzigen Gäste. Wir genießen die stille Melancholie eines Weihnachtsmorgens.

Sonntag, 25. Dezember 2005

Bescherung oder doch nicht?

Gestern Nachmittag schreibe ich meiner Holden eine Elektropost-Nachricht. Ich berichte ihr von meinem durcheinander gewirbelten Zeitplan. Mein Sonnabend ist üblicherweise dem Putzen gewidmet. Dann aber kamen die Telephonate mit guten Freunden. Feudel und Eimer blieben dabei auf der Strecke. Außerdem will ich meine Mutter besuchen. Also schreibe ich der Holden, daß ich sie um 21:00 Uhr abholen könnte.

Ein paar Minuten, nachdem ich die Nachricht verschickt habe, klingelt mein Telephon. Es ist die Dame meines Herzens. Sie klärt mich auf, daß wir darüber gesprochen haben, uns vielleicht am 25. Dezember zu treffen. Jetzt fällt es mir auch ein. Eigentlich funktioniert mein Gedächtnis doch noch recht gut. Sie erinnert mich daran, daß wir am Heiligabend vor einem Jahr ein Rendezvous hatten. Also war offensichtlich mein Wunsch der Vater des Gedankens.

Also heißt es für mich an diesem Abend: „Ein Mal werde ich noch wach!“

Dienstag, 29. November 2005

KFZ-Psychologie

Der olle Japaner tut mal wieder so, als ob die Bremsen nicht richtig funktionieren würden. Gleich zwei rote Lichter sollen mir weismachen, daß Handlungsbedarf bestünde.

Ich kenne das!

Da ist alles in Ordnung. Es ist eine seiner schlechten Angewohnheiten, zur Winterszeit ein wenig mehr leuchten zu wollen. Vielleicht liegt es an all den Lichtern, die für festliche Stimmung sorgen möchten? Oder ist ihm einfach nur kalt?
Jedenfalls mag er meine Holde. Als sie sich zu einer Spende für den Fahrbetrieb entschließt, hört er mit dem Unfug auf. Nichts leuchtet mehr. „Es geht doch!“, denke ich bei mir.

Wenn er weiter so brav ist, spendiere ich ihm zu Weihnachten eine Luxus-Tank-Füllung Super-Benzin. Eine selbst-gehäkelte Decke bekommt er nicht. So weit geht die Liebe nicht.

Montag, 10. Oktober 2005

Das erste Mahl mit der Holden

Gestern bekoche ich meine Holde zum ersten Mal. Wir lassen die Sonne draußen scheinen; widmen uns ganz den lustvollen Tätigkeiten: Möhren putzen, Kartoffeln und Zwiebeln schälen, Petersilie waschen, Vogel würzen.

„Na, macht Dich das an?“, kommentiert sie das Füllen des Tieres.

„Nicht wirklich.“, sage ich und schiebe Trauben und Maronen in den Leib. „Ich träume nie von Hühnern - weder von lebenden, noch von toten.“

„Und das ist auch gut so.“ Sie steht jetzt dicht hinter mir, prüft mit der Hand meinen Erregungszustand.

„Wenn Du weiter so machst, bekomme ich das Vieh nachher nicht zu.“ Es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren.

„Du machst das schon. Ganz entspannt bleiben.“ Sie greift etwas fester zu.

„Willst Du mich auf kaltes Geflügel konditionieren?“, frage ich.

„Nein.“, antwortet sie mit leisem Spott in der Stimme. „Nur mal schauen, ob Du Dich richtig auf mich freust.“

„Du weißt doch, daß Du einen guten Griff für mich hast.“ Endlich sitzen die Zahnstocher.

„Und wie lange braucht so ein Huhn?“, fragt sie nach.

„Mit Füllung knappe anderthalb Stunden.“, lautet meine Antwort.

„Dann haben wir ja reichlich Zeit.“ Sie läßt mich los. „Ich gehe schon mal zwei Türen weiter“.

Jetzt sehe ich zu, daß ich den Braten zügig in die Röhre bekomme.

Nachschrift: Beim Verzehr des Vogels merkt man, daß es sich lohnt, in gute Franzosen zu investieren.

Samstag, 24. September 2005

Magie in der Bar

Am Donnerstag war ich mit der Holden beim Schlagerabend von Katrin Sass in der „Bar jeder Vernunft“. Wir finden einen guten Platz und genießen.

Meine Holde muß in der Woche immer schrecklich früh zur Arbeit. Also beginne ich in der Pause zu phantasieren, wie es gelingen könnte, ihr den schrecklichen Freitagmorgen zu ersparen.

„Nimm mal an, ich wäre ein richtig guter Zauberer.“

„Ja, und dann?“ Sie schaut mich fragend an.

„Dann könnte ich doch jetzt einen Spruch aufsagen, ein bißchen Abrakababra machen und es wäre nicht mehr Donnerstag, sondern Freitag. Und Du müßtest nicht um Vier aufstehen.“, führe ich den Gedanken fort.

„Eine schöne Idee!“ Sie lächelt mich an.

„Finde ich auch. Doch ich frage mich, woran wir denn merken würden, daß der Zauber gewirkt hätte. Das Zelt wäre immer noch das Gleiche; Sie würde immer noch die gleichen Lieder singen. Was wäre der Unterschied?“

„Das ist einfach. Es wären andere Leute hier.“, antwortet sie mir.

„Stimmt! Ich könnte ja nicht alle Leute auf einmal verzaubern. Das schaffen selbst die Besten nicht. Meine Idee war ein Zeitungsverkäufer, der uns den Taspi vom Sonnabend anbietet.“, sage ich.

„Mein kleiner komplizierter Zauberer!“ Sie küßt mich und streichelt über meine Wange.
Ein Blick mit zwei Dimensionen!

Neuköllner Niveau

Icke

bin ein Mann von über Fünfzig, der immer noch keine Ruhe gibt.
Was von mir im Hauptstadtblog zu lesen ist.
Da lese ich gerne mit:

Wetterstelle

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Da höre ich immer...
Da höre ich immer noch gerne zu: http://www.youtube.co m/watch?v=NNC0kIzM1Fo
neukoelln - Mi, 23. Jul, 10:37
Der enorme Betrag soll...
Der enorme Betrag soll für den Spracherwerb des...
neukoelln - Mi, 23. Jul, 10:33
Sekt
Mein Frühstücksnachbar am Tisch hat noch...
BMID (anonym) - Mi, 23. Jul, 09:06
Infostand für die...
Infostand für die Stadtteile? Weltrekordvers uch...
BMID (anonym) - Di, 22. Jul, 14:47
love is in the air...
...everywhere I look around. Zu wat son air berlin...
dieanedde (anonym) - Di, 22. Jul, 14:19
Dynamisches Denkmal
An der Grenze zu Kreuzberg steht die frühere...
neukoelln - Di, 22. Jul, 10:56
Pfeile
Aus dem Kindergarten und aus der Trinkstelle. Nachschrift: ...
neukoelln - Di, 22. Jul, 10:47
Grundrechenart
Angenommen, wir hätten 10.000 Euronen zur Verfügung....
neukoelln - Mo, 21. Jul, 12:54

Bildstelle

Am ersten Schultag konnte man noch Lächeln.

Auf dem Nachttisch


David L. Lindsey, Elke Vom Scheidt
Abgründig.

Auf dem Plattenteller


Bob Dylan, Johnny Cash
Nashville Skyline

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Zuletzt aktualisiert: Mi, 23. Jul, 10:37

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