Wunder in Neukölln?
In Neukölln soll ein Wunder geschehen: Die Auferstehung des Eberhard Diepgen.
Wenn "das Diepgen" tatsächlich am Abend des 18. September gewählt würde, werde ich den Vatikan informieren müssen. Die sind zuständig für Wunder und deren Anerkennung.
Allerdings kommen mir Zweifel. Der Satz "Eberhard Diepgen war immer engagierter Berliner gewesen.", den ich auf seiner Heimatseite finde, läßt mich erschauern. Ist er doch schon tot? Bisher dachte ich, es ginge um die Auferstehung des Herrn Diepgen als Politiker. Wenn ich diesen Satz richtig lese, bleibt kein Zweifel: Er muß verstorben sein.
Wo kann ich mein Beileid bekunden?
Der Konkurrent von der SPD, ein gewisser Herr Staffelt, ist wenigstens noch am Leben. Allerdings ist mit nicht klar, warum er acht Jahre braucht, um zu erkennen, daß Berlin geteilt wurde. So steht es in seiner Biographie: "Eintritt in die SPD 1969. Angeregt durch die neue Ostpolitik Willy Brandts und die Teilung der Heimatstadt Berlin."
Immerhin bringt es Herr Staffelt auf einen ordentlichen Genitiv. Aber wie wäre es mit richtigen Sätzen, in denen Tu-Wörter vorkommen? Und was soll "neue Ostpolitik Willy Brandts"? Gab es eine alte Ostpolitik Willy Brandts? Der Begriff Ostpolitik hat sogar Eingang ins Englische gefunden. Der Zusatz "neue" ist also einfach überflüssig.
Dennoch liegt Ditmar immer noch vor Eberhard, wenn man sich dessen sprachliches Machwerk auf der Zunge zergehen läßt.
Wenn "das Diepgen" tatsächlich am Abend des 18. September gewählt würde, werde ich den Vatikan informieren müssen. Die sind zuständig für Wunder und deren Anerkennung.
Allerdings kommen mir Zweifel. Der Satz "Eberhard Diepgen war immer engagierter Berliner gewesen.", den ich auf seiner Heimatseite finde, läßt mich erschauern. Ist er doch schon tot? Bisher dachte ich, es ginge um die Auferstehung des Herrn Diepgen als Politiker. Wenn ich diesen Satz richtig lese, bleibt kein Zweifel: Er muß verstorben sein.
Wo kann ich mein Beileid bekunden?
Der Konkurrent von der SPD, ein gewisser Herr Staffelt, ist wenigstens noch am Leben. Allerdings ist mit nicht klar, warum er acht Jahre braucht, um zu erkennen, daß Berlin geteilt wurde. So steht es in seiner Biographie: "Eintritt in die SPD 1969. Angeregt durch die neue Ostpolitik Willy Brandts und die Teilung der Heimatstadt Berlin."
Immerhin bringt es Herr Staffelt auf einen ordentlichen Genitiv. Aber wie wäre es mit richtigen Sätzen, in denen Tu-Wörter vorkommen? Und was soll "neue Ostpolitik Willy Brandts"? Gab es eine alte Ostpolitik Willy Brandts? Der Begriff Ostpolitik hat sogar Eingang ins Englische gefunden. Der Zusatz "neue" ist also einfach überflüssig.
Dennoch liegt Ditmar immer noch vor Eberhard, wenn man sich dessen sprachliches Machwerk auf der Zunge zergehen läßt.
neukoelln - 2005/09/15 19:02













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