Dienstag, 13. Mai 2008

Modernes Wissen

Als moderner Mensch weiß man, daß es nicht mehr Rangliste, sondern "Ranking" heißt. Wir stimmen auch nicht mehr ab - wir "voten".
Echte Rätsel finden sich allerdings im Sprachschatz unserer Behörden. Was ist "Beelterung"? Wer seine Kentnisse überpüfen möchte, kann dies beim Stern tun. Viel Vergnügen!

Montag, 12. Mai 2008

Schaut auf den Platz

Roter im Vorgarten

Natürlich habe ich mich über die Meisterschaft für den FC Basel gefreut. Allerdings ist es in Berlin zu warm, um die Club-Strickjacke anzuziehen. Ich schaue auf den Platz, der gleich bei den Schweizer Freunden um die Ecke liegt. Sonnenschein aller Orten!
Ich habe das schöne Wetter genutzt, um den Roten gut zu lüften und die inneren Werte auzupolieren.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Mit einem gewissen Lächeln

Der olle Neuköllner will Kampf erleben. Abstiegskampf! Wenn auch nur auf dem Bildschirm. Also die Schuhe geschnürt und aufgemacht ins „Mona Lisa“ am Maybachufer. Die haben „Premiere“. Kurz vor Acht ist der Laden noch leer. Ich plaziere mich ins Raucherabteil, das von einer Glaswand abgetrennt ist. So dürfen auch die nicht-rauchenden Mitbürger was sehen. Auf der großen Leinwand floskeln Herr Beckenbauer und ein tapferer Gehilfe.
Die Karte im „Mona Lisa“ bietet ein merkwürdiges Konglomerat aus Pizza, Pasta, Fritten und Nahöstlichem. Ich bestelle mir ein dunkles Bier und Falaffel. Allmählich füllt sich der Raum. Aber nur wo geraucht werden darf. Auch ich bekomme Gesellschaft - drei Damen. Erkennt man lesbische Frauen heutzutage eigentlich immer noch daran, daß sie ungebügelte Männer-Oberhemden tragen? Was soll’s!
Die Bedienung funktioniert bei den Getränken sehr ordentlich. Bei den übrigen Bestellungen klemmt es öfter mal: Besteck auf Zuruf; Salz und Pfeffer auf Nachfrage. Den Salat zu meiner Speise kann ich loben. Wenn der Kellner auch an Essig und Öl denken würde, wäre viel gewonnen.
Nun belebt sich das Geschehen auf dem Bildschirm. Bei passender Gelegenheit wird kommentiert und gestöhnt Eine gewisse „Bremen“-Lastigkeit in meiner unmittelbaren Umgebung ist nicht zu überhören. Wo sind eigentlich die Herthaner? Keiner anwesend? Oder sind sie hier stille Genießer?
Mit meinen Damen komme ich gut aus. Ihre und meine Anmerkungen zum übertragenen Geschehen ergänzen sich angemessen. Da Bremen gewinnt, kann nichts schief gehen.
Als nach knapp zwei Stunden die Ergebnisse feststehen, brechen fast alle auf. Icke ooch! Ich verabschiede mich von meinen Nachbarinnen, die noch damit beschäftigt sind, ihre privaten Wetten abzurechnen. Vielleicht bis zum nächsten Mal?

Mittwoch, 7. Mai 2008

Ende einer langjährigen Beziehung

Die bereits erwähnte Zeitschrift sollte sich einen neuen Namen zulegen: MuZ – Magazin für unwissende Zugezogene. Wäre einfach passender. Im neuesten Heft finde ich einen Beitrag über schöne Plätze in Kreuzberg. Zwei davon befinden sich in Treptow. Da war wohl das „Navi“ gestört.
Die beschriebenen Boule-Plätze sind schon am Paul-Lincke-Ufer. Aber nicht zwischen Liegnitzer und Glogauer Straße. Das mit der Orientierung üben wir noch.
H.H. Müller ist ein feines Restaurant. Meine Schweizer Freunde mögen es auch. Doch wer im Sommer von der Terrasse auf den Kanal sehen will, sollte gut mit einer Heckenschere umgehen können. Die Verfasser des Artikels waren offensichtlich noch nie dort. So recherchiert man beim MuZ Es war das letzte Mal, daß ich ein Exemplar erworben habe.

Samstag, 3. Mai 2008

Mein Roter

ist wieder voll einsatzfähig. Weil es ja wärmer wird, war vor allem die Reparatur der Belüftungsanlage ein dringendes Bedürfnis. Sie wollte nämlich immer heizen. Das macht bei angenehmen Außentemperaturen gar keine Freude. Jetzt denke ich über eine längere Ausfahrt nach. Aber so janz alleene? Nicht mal die "Neuköllner Maientage" reizen mich. Wem soll ich meine Schützenkünste vorführen ? Wem die Plastikblumen verehren?
Flur-Blumen

Mittwoch, 30. April 2008

Die Linke trinkt

"Flens", Cider und Apfelsaftschorle. So gesehen in der Stamm-Trinkstelle. Wer von welchem Getränk nun mehr beflügelt wurde? Keine Ahnung! Hier wird niemand belauscht!

Sonntag, 27. April 2008

Passagier

Passagier

Die Liste des Grauens

Irgendwie habe ich mitbekommen, daß es bei RTL eine Hitparade der "erfolgreichsten Singer/Songwriter" gegeben hat. Also schaue ich mal nach, wer da vertreten ist. Und tatsächlich findet sich dort Bob Dylan auf Platz 30 wieder. Einen Platz hinter einem gewissen Peter Cornelius. Muß wohl der hier sein. Bleibt die Frage,welche Kriterien nun wirklich herangezogen wurden. Die Verkaufserfolge können es nicht gewesen sein. Die Anzahl der Kompositionen auch nicht. Ich hab's! Die haben sich beim Titel der Sendung vertan. Sie sollte eigentlich "Die unsäglichsten Singer/Songwriter aller Zeiten" heißen. Beweis sind die ersten Vier auf der Liste: Herbert Grönemeyer, Phil Collins, Marius Müller-Westernhagen und Chris de Burgh. Schönen Sonntag noch!

Freitag, 25. April 2008

Rätsel

Lügner

Wo findet man solche Dekoration?

Sonntag, 20. April 2008

Nie! Niemals!

Beim schlendern durch die Gänge des lokalen Lebensmittel-Providers fällt der Blick auf die dargebotenen Produkte. Ich weiß, was ich nie kaufen werde: Bio-Erdnüsse aus China! Warum nicht gleich nordhessische Flug-Bananen? Und natürlich alles, was sich "Super Vlaush" nennt.

Montag, 14. April 2008

Aufstieg

„Aufstieg, Aufstieg!“, würden die Anhänger unserer Mannschaft skandieren, wenn wir denn beim Fußball wären. Doch wir sind beim Bridge. Keine Ehrung der Sieger, kein gar nichts. Vielleicht klopft uns beim nächsten Abend im Club mal jemand auf die Schulter. Wäre motivierend! Immerhin sind 7 sichere Siege, ein Remis und eine Niederlage keine schlechte Bilanz. Meine persönliche Genugtuung erlebe ich in der zweiten Halbzeit gegen die Damen und Herren von Jena I. Da sitzt rechts von mir ein dumm-dreister Schwätzer am Tisch. Mir gelingt es, die Contenance zu bewahren und wir zeigen ihm, wo Bartel den Bridge-Most holt. Am Schluß ist es kein Sieg, doch diese 16 Spiele waren die Anstrengung wert.

Dienstag, 8. April 2008

Sonntagsrätsel

Was machen die da drin? Lautet die Frage, ich mir am Sonntag wieder mal gestellt habe. Am frühen Abend sitze ich in meiner Stamm-Trinkstelle. Kurz vor Sechs trudeln sie allmählich ein – die jungen Menschen. Sie setzen sich ins Hinterzimmer, wo ansonsten „Dart“ gespielt wird. Wenn ihr Anführer, ein älterer graubärtiger Mann eingetroffen ist, wird die Tür geschlossen.
Die Gruppe, die sich dort versammelt, ist von ausgesprochen heterogener Natur. Da findet sich die schwarzhaarige Schönheit und der schlaksige junge Mann mit leicht debilem Ausdruck. Ich kann bei den ungefähr zehn Personen keine Gemeinsamkeiten erkennen. Meist bestellen sie sich Kaffee oder Cola, selten mal ein Bier.
Auch anderen Gästen und unserem Mann hinterm Tresen ist diese merkwürdige Gruppe schon aufgefallen. Sie erscheint uns einigermaßen rätselhaft. Wenn jemand den Raum betritt, in den sie sich zurückgezogen haben, erstirbt das Gespräch. Auf Fragen nach ihrem Tun reagieren sie ausweichend: „Hat was mit Kultur zu tun.“, lautet die stereotype Antwort.
Ich vermute immer noch, daß es eine Drücker-Kolonne ist, die von ihrem Chef zum Rapport bestellt wird. Dafür spricht die Nervosität, die einen jungen Mann befiel, als er feststellen mußte, daß er das Treffen wegen der Zeitumstellung verpaßt hatte. Nach einer guten Stunde löst sich die Versammlung auf. Am nächsten Sonntag darf weiter geraten werden.

Sonntag, 6. April 2008

Phoenix

heißt die Nähmaschine, die auf dem kleinen Podium steht. Das womit genäht wurde, ist aber schon längst amputiert. Die noch vorhandene Mechanik zum Antrieb des Gerätes wird von den Vortragenden meist ignoriert. Einer stellt seine Füße darauf ab. Eine Autorin trägt schwarze Sportschuhe mit den drei berühmten weißen Streifen. Es sind aber keine Töppen. Dennoch scheint sie eine gewisse Affinität zum Spiel mit dem runden Leder zu besitzen. Bei einem Absatz im Text kickt sie einen nicht vorhandenen Ball.
Die herrschende Mode bei den Damen sorgt leider auch für unschöne Aussichten. Ich mag einfach keine blau gemusterte Baumwoll-Unterwäsche sehen.
Bei einer Lesung spielt der Vortrag eine wichtige Rolle. Wer deutlich spricht, ist klar im Vorteil. Das klappt an diesem Abend recht gut. Die Nuschelquote ist gering.
Die Texte sind sehr unterschiedlich. Gelungene Glossen sorgen für heiteres Gelächter. Anderes macht nachdenklich oder hinterläßt bei mir ein innerliches Schulterzucken. Mir muß nicht alles gefallen. Mit freundlichem Applaus werden aber alle bedacht.
Als einer der Autoren mit seinem Alter kokettiert, kann ich mir ein „Höh! Höh!“ nicht verkneifen. Ick bin hier der olle Neuköllner.
Ein Blick mit zwei Dimensionen!

Neuköllner Niveau

Icke

bin ein Mann von über Fünfzig, der immer noch keine Ruhe gibt.
Was von mir im Hauptstadtblog zu lesen ist.
Da lese ich gerne mit:

Wetterstelle

Aktuelles Wetter in Berlin:


Temperatur: 8 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 81 %
Sichtweite: 10.0 km
Luftdruck: 1017.9 mb
Windstärke: 8 km/h

Weather data provided by weather.com

Beitragsstelle

Modernes Wissen
Als moderner Mensch weiß man, daß es nicht...
neukoelln - Di, 13. Mai, 14:41
Schaut auf den Platz
Natürlich habe ich mich über die Meisterschaft...
neukoelln - Mo, 12. Mai, 10:09
SCHWEIZMEISTER!!!!!
Blau gegen Grün. Bei uns wars ROT/BLAU gegen Gelb!...
BMID (anonym) - So, 11. Mai, 11:47
seh ick och so
und gibts überhaupt sone art magazin dass die...
ahoi brause (anonym) - Do, 8. Mai, 12:21
Mit einem gewissen Lächeln
Der olle Neuköllner will Kampf erleben. Abstiegskampf!...
neukoelln - Do, 8. Mai, 11:27
Ende einer langjährigen...
Die bereits erwähnte Zeitschrift sollte sich einen...
neukoelln - Mi, 7. Mai, 18:32
Mein Roter
ist wieder voll einsatzfähig. Weil es ja wärmer...
neukoelln - Sa, 3. Mai, 09:33
ich stelle ihn in der...
ich stelle ihn in der küche immer auf volle lautstärke...
mammarazzi - Do, 1. Mai, 22:21

Bildstelle

Alles ist bereit!

Auf dem Nachttisch


David L. Lindsey, Elke Vom Scheidt
Abgründig.

Auf dem Plattenteller


Bob Dylan, Johnny Cash
Nashville Skyline

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Online seit 1022 Tagen
Zuletzt aktualisiert: Di, 13. Mai, 14:41

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